Bundesministerium für Bildung und Frauen
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Innovation und Entwicklung durch Kooperation mit Wissenschaft

SE2C - Förderung von Selbststeuerungskompetenzen bei Lehrpersonen
Eine modern verstandene Lehrer/innenprofessionalität bedeutet SE2C: Self–regulation, Empathy, Competence & Commitment (© Franz Hofmann)
Bereits vor zwei Jahren hat das COOL Impulszentrum dazu gemeinsam mit Prof. Dr. Franz Hofmann (School of Education, Universität Salzburg) und Dr. Gaby Salzgeber (Innsbruck) ein Pilotprojekt gestartet. Ziel ist es, die Professionalisierung von Lehr- und Leitungspersonen nachhaltiger zu gestalten, indem didaktische und methodische Innovationen mit Fragen der Persönlichkeitsentwicklung und Haltung verknüpft werden.

Mittlerweile ist SE2C fixer Bestandteil in den COOL-Lehrgängen. Zusätzlich wurde ein Lehrgangskonzept entwickelt, das interessierten Lehrer/innen in ganz Österreich die Teilnahme an einem Lehrgang zur „Förderung von Selbststeuerungskompetenzen“ ermöglicht. Der erste Lehrgang startet im April 2015 mit mehr als 20 Teilnehmer/innen.

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Innovation und Entwicklung mit/durch neue Medien

Exabis-Serie für eCOOL
In den letzten Jahren wurden vom Impulszentrum für eCOOL verschiedene Module für die weltweit größte Lernplattform (MOODLE) entwickelt. Kern dieser Module der exabis-Serie (siehe dazu auch www.exabis.at) ist die ePortfolio-Arbeit, das Arbeiten mit Bildungsstandards und Lernzielen und das verbalisierte Feedback. In Ergänzung wurde der Komplexitätsgrad durch die Verwendung von Apps reduziert. Besonders ist auf die App ePOP (elektronisches Persönlichkeits-Orientiertes-Portfolio) und eLOVE hinzuweisen, die Aufgabenstellungen, die mit Bildungsstandards assoziiert sind, in mobile Lernbegleiter zur Bearbeitung durch Schüler/innen ausliefert.

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Virtuelle eCOOL-Kurse
Eine Modul-Serie, die über die Virtuelle PH angeboten wird, wurde entwickelt, um eCOOL aber auch Teilaspekte daraus (kompetenzbasierter Unterricht, ePortfolio-Arbeit, Arbeit mit mobilen Lernbegleitern) zu schulen. Dies geschieht in unterschiedlichen Kursformaten im 1-Wochen- bzw. 3-Wochen-Online-Training bzw. auch als eLectures.

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Erprobung eines online Erfahrungsaustauschformats für die COOL-Community
Eine Arbeitsgruppe mit Beteiligung des COOL-IZ erprobte in der Praxis mittels Adobe Connect diverse Online-Konferenzen zum Erfahrungsaustausch im Bereich Schulentwicklung. Für COOL fand bereits eine solche moderierte Online-Konferenz zwischen der NMS Hainburgerstraße und der BHAK Wien 22 zum Thema “COOL-Zertifizierung und Leistungsbeurteilung in COOL”) statt. Ein weiterer Austausch zum Thema „COOL – Ein lebendiges Beispiel einer Community of Practice“ ist in Planung.

Wissensmanagement
Die Anwendung von Bildungsstandards auf Schulebene kann durch das Tool http://bist.edugroup.at schulspezifisch angepasst werden (siehe dazu moodle.hak-steyr.at – Kompetenzen). Durch die individuelle Zusammenstellung von Bildungsstandards für einzelne Fächer und der Arbeit der Gegenstands-ARGES die sich auf Aufgabenstellungen geeinigt haben, erfolgt die Etablierung eines Standards am Schulstandort und einer Orientierung für Schüler/-innen.
Diese Dokumentenverwaltung kombiniert mit Bildungsstandards kann als Form von Wissensmanagement innerhalb der Organisation begriffen werden.
Auf moodle.cooltrainers.at gibt es zusätzliche Arbeitsaufträge die in den Materialienpools gegenstandsspezifisch für die Community verfügbar sind.


Innovation und Entwicklung durch „COOL-Know-How-Export“

COOL-BULB
COOL-BULB steht für Cooperatives Offenes Lernen in der Berufs- und Lehrerbildung, so der Titel des Erasmus+ Projekts, das von einem Leitungsteam des Studienseminars Stade (Ausbildung der Referendare für BBS, sprich Berufsbildende Schulen, im Regierungsbezirk Lüneburg) ins Leben gerufen und gemeinsam mit dem COOL-IZ umgesetzt wird. Ein erweiterter COOL-Lehrgang sowohl für eine Gruppe von Fachbereichsleiter des Studienseminars als auch für Lehrer/innenteams aus 12 Berufsbildenden Schulen im Regierungsbezirk Lüneburg soll veranstaltet werden. Ziel des COOL-BULB-Projektes ist die Umsetzung von Kompetenzorientierung mit Hilfe von COOL, sowohl in der Lehrerausbildung als auch in der Fortbildung der Teams aus den BBS.
Erfolgreicher Auftakt dieser Kooperation war im Dezember 2014 die erste Seminarwoche für 40 Lehrende in Österreich und die Teilnehmer/innen bestreiten auch die 2. Seminarwoche 2016 in Österreich. Darüber hinaus stehen Schulbesuche in den Niederlanden und in Österreich (BBS Rohrbach, SZ Ybbs) auf dem Programm. Zum einen „exportieren“ wir in diesem Projekt unser COOL-Lehrgangskonzept und stellen auch erfolgreiche österreichische BBS vor den internationalen Vorhang. Zum anderen ist die gemischte Teilnehmerstruktur für uns ein wichtiges Lernfeld bei der Entwicklung der Fortbildungsangebote, da  gleichzeitig Lehrerausbildner/innen und Lehrpersonen einen erweiterten COOL-Lehrgang durchlaufen und auch wertvolles Feedback und Entwicklungsanstöße für die zukünftigen COOL-Lehrgänge in Österreich geben.

Impulse aus EU-Projekt Kassel LOVE VET
LOVE steht für „Lifelong Outcome-oriented Vocactional Education“ und bedeutet, dass kompetenzbasierte Unterrichtsdokumentation in Kombination mit ePortfolio-Arbeit und Bildungsstandards auch in der Praxis Anwendung finden. Gemeinsam mit der Oskar von Miller-Schule aus Kassel wird ein Konzept entwickelt, die Kompetenzraster-Arbeit im Schulunterricht zu verankern und die Portfolio-Arbeit im Unterricht als begleitende Leistungsbeurteilungsmöglichkeit zu etablieren. Output wird eine webbasierte App sein, die auf mobilen Endgeräten verwendet werden kann. Aufgabenstellungen von verschiedenen Gegenständen werden in die App ausgeliefert, Leistungsbelege werden mit den mobilen Endgeräten erbracht (Audio, Video, Bild,...) und Trainer/-innen bzw. Pädagog/-innen zur Reflexion publiziert. Daraus entwickelt sich sukzessive ein Kompetenzprofil. Dieses Produkt kann sowohl für Praxisportfolios als auch für andere dokumentationsbezogene Projekte verwendet werden.

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Innovation und Entwicklung durch Exkursionen

Die USA-Reise 2014 des COOL-IZ bot viele inspirierende Impulse – ein ganz besonderer war der Besuch in der Big Picture School MET in Providence bei Dennis Littky, dem Begründer dieses Netzwerks - besonders wohl auch deswegen, weil uns der gemeinsame pädagogische Background das „Progressive Education Movement“ und der Name John Dewey verbindet. Die Vision der Big Picture Schools und COOL decken sich hinsichtlich des Menschbildes und der Funktion von Bildung: Selbstständige Menschen, die respektvoll miteinander kommunizieren, erfolgreich zusammen arbeiten können und immer weiter lernen wollen – das sind die gemeinsamen Ziele.
Dieses Gespräch mit Dennis Littky inspirierte uns zum Thema der Jahrestagung 2016- „Demokratie lernen“(aktueller Arbeitstitel), die von 15. - 17.März 2016 in Steyr stattfinden wird, gemeinsam mit dem (und im) Museum Arbeitswelt Steyr. Die Zusage von Elliot Washor, dem Gründungsmitglied von bigpicture gemeinsam mit Dennis Littky als „Star“Referent für diese Veranstaltung ist dabei ein wirklicher Glücksfall für uns, denn seine Vision von Bildung setzt die Persönlichkeitsentwicklung der Lernenden ebenso ins Zentrum wie die fortwährende Professionalisierung der Lehrenden, bei ihm „Advisors“ genannt. Damit wird für die österreichische COOL-Community wieder ein vielversprechender Impuls gesetzt, um die Motivation der Kolleg/innen anzufachen.


Innovation und Entwicklung durch interne Diskussionsprozesse

COOL-Qualitätskriterien
In den letzten beiden Jahren fand im COOL-Impulszentrum sowie mit den COOL-Landeskoordinator/innen eine sehr intensive und grundlegende Auseinandersetzung zur Entwicklung von COOL statt. Im Zuge dieses Prozesses wurden die COOL-Qualitätskriterien weiterentwickelt. Das Ergebnis spiegelt sich sowohl in den Präambeln als auch in den Kriterien selbst sowie dem Zertifizierungsprozess wider (siehe COOL-Qualitätskriterien).

 
project participation: Lovevet   Erasmus +
concept & design: GTN-Solutions