Hochschullehrgang
Vom 6. bis 11. November 2023 fand die 2. Lehrgangswoche im Seminarhotel SPES in Schlierbach statt.
10 Schulteams aus unterschiedlichen Schultypen tauschten sich zu ihren Entwicklungsprojekten, Teamentwicklung, Dialogischem Lernen und Schulentwicklung aus.
Es wurde intensiv gearbeitet, der Marktstand, das Worldcafé und der Open Space boten viele Möglichkeiten zum Austausch und zum voneinander Lernen.
Mit großer Motivation und vielen neuen Ideen kehren die Teilnehmer*innen zurück in ihre Schulen!
Text von Erika Liebel




Regionalgruppentreffen
COOL-Hochschullehrgang 2022-2024 - Regionalgruppentreffen 2
Im Herbst 2023 fand das zweite Regionalgruppentreffen des COOL-Lehrgangs 2022-24 statt. Unter der Leitung von Theresa Lörincz, Erika Liebel und Karlheinz Heimberger versammelten sich drei Regionalgruppen an verschiedenen Bildungseinrichtungen, um ihre Zusammenarbeit zu stärken und bewährte Praktiken auszutauschen.
Theresa Lörincz und ihre Regionalgruppe besuchten die HLW 19 Straßergasse und die Berufsschule für Bürokaufleute (BSBK) 15 in Wien. Erika Liebel führte ihre Gruppe zur HTL Weiz und zur Musikmittelschule Ferdinandeum in Graz, während Karlheinz Heimberger seine Regionalgruppe an der Österreichisch-Ungarischen Europaschule in Budapest traf.
Während der Treffen standen produktive Diskussionen und ein kollegialer Austausch im Mittelpunkt, was den Teilnehmern wertvolle Erkenntnisse ermöglichte. Sie erhielten außerdem die Gelegenheit, den Schulalltag zu erleben und Einblicke in verschiedene pädagogische Ansätze zu gewinnen. Die Regionalgruppen setzten ihre Zusammenarbeit fort und leisteten somit einen wertvollen Beitrag zur Förderung der COOLen Weiterarbeit der Schulteams.

Multitagung 23
Die Multiplikator*innentagung in Aigen-Schlägl fand vom 9. bis 11. Oktober 2023 im Stift Aigen-Schlägl statt.
Mag. Livia Jesacher-Rößler, PhD, Mitglied des COOL-Boards, begeisterte die Teilnehmer*innen mit einem inspirierenden Vortrag und einem Workshop zum Thema „Forschendes Lernen“. Im Vortrag und im Workshop wurden Konzepte wie "Inquiry based learning", "Spiral of Inquiry", "Research-Practice-Partnerships" und "Service-Learning" behandelt.
Der zweite Tag konzentrierte sich auf die Rolle der COOL-Multiplikator*innen, einen intensiven Erfahrungsaustausch und den Transfer von KnowHow. Ruth Buchauer moderierte das Programm und integrierte ein Regionentreffen. Neben informativen Diskussionen gab es eine beeindruckende Stiftsführung am Abend sowie einen entspannten Ausklang im Gasthaus.
Ein herzlicher Dank geht an die COOL-Multiplikatorinnen Doris Ortner und Magdalena Eder für die hervorragende Organisation des dritten Tages. Besonders beeindruckend waren die Dalton-Stunden, der Selbstlerntag und der Frei Day. Die Schülerinnen der BBS Rohrbach hinterließen bleibende Eindrücke durch ihre Leistungen.
Insgesamt bot die Multiplikator*innentagung in Aigen-Schlägl ein inspirierendes Forum für alle Multiplikator*innen. Die Vielfalt der präsentierten Themen, die engagierte Moderation und die beeindruckenden Einblicke in die Praxis an der BBS Rohrbach überzeugten alle. Ein herzliches Dankeschön geht an alle Beteiligten für ihre Beiträge zu diesem bedeutenden Bildungsevent.
BNE-Online-Akademie 23
Wir bewerben diese Veranstaltung sehr gerne:
Re:create our future – Bildung für eine klimagerechte Gesellschaft
Unter dem Motto „Re:create our future – Bildung für eine klimagerechte Gesellschaft“ setzt die BNE-Online-Akademie 2023 kreative Impulse, wie Zukunft neu gedacht und durch Bildung gestaltet werden kann. Dafür lädt das Forum Umweltbildung die Teilnehmenden ein, sich auf vielfältige Weise mit einer klimagerechten Zukunft auseinanderzusetzen. Nach der Keynote Lehren & Lernen für eine zukunftsfähige Welt von Karola Braun-Wanke über die Berliner Schüler:innen Uni Nachhaltigkeit & Klimaschutz bieten praxisorientierte Workshops Einblicke in Klimaschutz in den Workshops „Methodenschatz für Klimabotschafter:innen“ und „Morgen ist heißer – Schule in Verantwortung“ und Kreislaufkultur mittels dem „Circular Society Toolkit“. Weitere kreative Methoden für zukunftsfähiges Handeln gibt es im Workshop „Ready to act?“. Die BNE-Online-Akademie soll einen Lern- und Erfahrungsraum öffnen, in dem die Teilnehmer:innen durch methodische Inputs in ihrer Rolle als Multiplikator:innen bestärkt werden.
Freu dich mit uns auf inspirierende Botschaften, praktische Tipps für die Bildungsarbeit und kreativen Austausch mit spannenden Gleichgesinnten!
Auf Grund der begrenzten Plätze bitten wir um rasche Anmeldung!
Jetzt anmelden unter event.umweltbildung.at
Dr.in Anna Streissler
Umweltdachverband gGmbH
Bereich Forum Umweltbildung
Bildung für nachhaltige Entwicklung
Dresdnerstraße 82, 7. Stock
1200 Wien
Tel.: 01 402 47 01-19
anna.streissler@umweltbildung.at
www.umweltbildung.at
Science meets COOL
In einer spannenden virtuellen Sitzung mit dem COOL-Board, den Mitgliedern des COOL-IZ und den Mitgliedern des COOL-Fördervereins wurden in Sachen COOL die Weichen für das kommende Schuljahr 2023/2024 gestellt. Die Jahresplanung für 2023/2024 bietet viele spannende Möglichkeiten für einen Austausch mit allen Beteiligten.
Eine herzliche Einladung wurde an alle ausgesprochen, an den verschiedenen COOL-Weiterbildungsveranstaltungen teilzunehmen und ihre Expertise einzubringen. Wir werden berichten.
Gemeinsam gestalten wir die Zukunft der Bildungslandschaft: denk.schule.cool.

Lernbegleitung in a nutshell
Ein Beitrag von Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Franz Hofmann - Board-Mitglied:
Lernbegleitung benennt eine der wichtigsten Tätigkeiten einer Lehrperson; wahrscheinlich war das vor einigen Jahren der Grund für eine Initiative, künftig nicht mehr von Lehrpersonen (denen der Geruch der Direktivität anhaftet), sondern von Lernbegleiter:innen zu sprechen. Wenngleich diese Umbenennungsinitiative nicht überregional erfolgreich war, lohnt es sich aus den eingangs erwähnten Gründen, einen genaueren selbstvergewissernden Blick auf diesen Tätigkeitsbereich zu richten.
An welchem Dreischritt können sich Lehrpersonen orientieren, wenn sie ihre Schüler:innen individuell bei ihren Lernprozessen unterstützen?
- beobachten, sich einfühlen (im Sinne einer ganzheitlichen Diagnostik, die die Sachebene mit der psychologischen Ebene verbindet): Lehrpersonen, die um Unterstützung gebeten werden, sind zunächst gut beraten, eine Haltung des Fragens, des Beobachtens und des Sich-Einfühlens einzunehmen. Schlüsselfragen wären z. B.: „Welche Frage oder welches Problem beschäftigt dich?“ oder: „Was brauchst du, damit du weiterarbeiten kannst?“
- abwägen: In weiterer Folge besteht qualitätsvolle Lernbegleitung darin, dass Lehrpersonen abschätzen, wieviel lösungswegbezogene Unterstützung ein:e Schüler:in „verträgt“ oder ob der eine oder andere direkte Lösungshinweis eher ins Tun bringt (lösungsbezogene Hinweise).
- den Gewinn ansprechen: Ein letzter Schritt, der aufgrund der Zeitnot im Unterricht oft übersehen wird, würde darin bestehen, nach einer bestimmten Zeitspanne der Problemlösung zu:m:r Schüler/in zurückzukehren und zu besprechen, was er oder sie aus diesem „Hänger“ für die eigene Selbststeuerung mitnehmen kann, und zwar auf der fachlichen Ebene (z. B. „Aha ja, da hätte ich nachschauen können, dann wäre ich über diese Hürde drübergekommen“) und auf der psychologischen Ebene (z. B. „Ok, wenn mich zukünftig wieder der Stress überfällt, weil ich hängen bleibe, dann habe ich jetzt eine Idee, was ich tun kann, um wieder in eine gelassenere Stimmung zu kommen“).
Ein solches Agieren braucht Zeit und Aufmerksamkeit auf Seiten der Lehrpersonen; gerade Ersteres ist nach Aussagen vieler Lehrer:innen Mangelware. Nehmen sich Lehrpersonen aber diese Freiheit („Nicht die Zeit bestimmt, was ich tue, sondern ich bestimme, wie ich meine Zeit nutze“), begleiten sie Schüler:innen in einer Qualität, die eine Lernbegleiter-App nicht zu bieten imstande wäre. Das ist – anderslautenden medialen Lehrerersatz-Parolen zum Trotz – eine der bleibenden USPs von Lehrpersonen. Ich kann mir derzeit nicht vorstellen, dass eine solche Qualität menschlicher Zuwendung durch eine KI substituierbar ist.
Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Franz Hofmann
in Brixen, Südtirol
Ein weiterer COOL-Community Talk findet an der Emma-Hellenstainer Schule in Brixen, Südtirol statt:
Infos zum COOL-Community Talk am 2. Februar 2024: HIER
Link zur Anmeldung: HIER
DANKE an das Team der Schule und an Herrn Mag. Robert Schmidhofer von der BHAK/BHAS Innsbruck für das Organisieren!
Zertifizierung: Impulsschule
Vorreiter in der Bildung: Die HLW Hollabrunn wird COOL-Impulsschule
Seit 2016 arbeitet die HLW Hollabrunn nach dem Prinzip des kooperativen, offenen Lernens. Dabei wird das schuleigene COOL-Konzept laufend ausgebaut, evaluiert und weiterentwickelt. 14 Lehrkräfte haben bereits den viersemestrigen Hochschullehrgang abgeschlossen, vier weitere starten diese Ausbildung im Herbst. Viele andere Lehrkräfte arbeiten immer wieder mit COOL-Aufträgen bzw. nutzen verschiedenste Elemente des Unterrichtsprinzips.
Freiheit, Kooperation und Selbstverantwortung sind dabei die großen Schlagwörter – die Schüler:innen haben im COOL-Unterricht viele Wahlmöglichkeiten, so können sie sich am COOL-Tag die Reihenfolge der Fächer, die Sozialform sowie den Lernort selbst aussuchen. Bei dieser Form des Unterrichts zeigen die Schüler:innen, dass sie sich selbst organisieren und selbstständig Inhalte erarbeiten können. Das ist oft eine willkommene Abwechslung zum Regelunterricht.
Neben den COOL-Aufträgen, die die Schüler:innen im Rahmen des Unterrichts bearbeiten, bedeutet COOL auch im Lehrerteam und in der Schulentwicklung eine kontinuierliche Weiterarbeit, die sich z.B. an Planungsklausuren und Jour-Fixe-Terminen festmachen lässt.
Um all diese Bemühungen auch sichtbar zu machen, haben wir am Ende des Jahres die Zertifizierung der HLW Hollabrunn als COOL-Partnerschule eingereicht. Nach genauer Prüfung der Unterlagen durch das COOL-Impulszentrum konnten wir diesen Status sogar überspringen und sind seit dem 8. September 2023 offiziell eine COOL-Impulsschule.
Im Rahmen einer Zertifizierungsfeier blickten Frau Direktor Marion Hofmann und COOL-Multiplikatorin Alexandra Fiedler auf den Entwicklungsprozess der letzten Jahre zurück, anschließend wurde die Urkunde von zwei Vertreterinnen des COOL-Impulszentrums, Helga Geyrecker und Milena Lukan, feierlich überreicht. Neben dem COOL-Lehrerteam waren auch alle COOL-Klassen zur Feier geladen. Während die Schüler:innen anschließend wieder zurück in den Unterricht mussten, konnten sich die Lehrer:innen im Anschluss an die Feier mit den Vertreterinnen des Impulszentrums im Rahmen einer SCHILF austauschen und neue Ideen für die Schulentwicklung andenken.
Alexandra Fiedler


Multis 2023/2024
Unsere COOL-Multiplikator*innen sind zertifizierte COOL-Pädagog*innen, die ihr Know How aus der eigenen Praxis beziehen und regelmäßig durch Fortbildungen und Teilnahme an der Multitagung weiterentwickeln.
Je nach Schwerpunktsetzung können sie für Fortbildungen, Workshops (schulintern oder schulübergreifend), pädagogische Nachmittage, Rezertifizierungen etc. angefragt werden. Sie stehen in der jeweiligen Region auch als Ansprechpartner*innen für COOL zur Verfügung.
Hier findest du die Liste der Multiplikator*innen 2023/2024: MULTIS
Claim: "denk.schule.cool."
Kreative Köpfe entwickelten auf der COOL-Biennale 2023 in Salzburg im Rahmen eines Open-Space-Angebots den neuen COOL-Claim "denk.schule.cool".
Das Besondere daran: Der Claim ist anpassbar und flexibel, um verschiedenen Bildungskontexten gerecht zu werden. Von "denk.schule.kreativ." bis zu "denk.schule.collaborative." und vieles mehr ist möglich.
Wir bedanken uns sehr herzlich bei allen Beteiligten für ihre Ideen und ihre Leidenschaft bei der Gestaltung des Claims. Ein besonderer Dank gilt unserer Multiplikatorin Martina Schimek aus der Adalbert Stifter Praxismittelschule, die sich als Expertin eingebracht hat.
Wir haben definitiv dem Titel der Biennale „LET´S KEEP GOING! BILDUNG HEUTE FÜR MORGEN! collaborative.communicative.creative.critical“ alle Ehre gemacht!










